schnell weg

Mit der Stelvio 1200 4V habe ich wieder mal eine alte Bekannte als Reisebegleiterin zwischen die Schenkel bekommen, und das sehr gerne, hat mich diese Guzzi doch schon kreuz und quer durch Europa geschippert, ohne irgendwelche körperlichen Beschwerden zu verursachen. Das ist nicht Nichts, nach einem vierzehn Stunden non-stop-trip ans südlichste Zipferl Europas hatte ich eigentllich mit einer anschliessenden Kreuz-Schmerz-Fahrt gerechnet, war aber nicht. Danke!
Also Stelvio ideales Gefährt für einen schnellen Salzburgtrip, hin, Stiegl Brauwelt, photographieren, zweiter Termin bei Julie Zirbner, interviewen, photographieren, retour, auswerten, schlafen, liefern; 700Kilometer, 14 Stunden, no Problem! Na ja, kalt war´s halt im Westen, 8 Grad celsius, da wären halt Heizgriffe wie auf der NTX angebracht gewesen.
Zum besseren Verständnis: neben der `normalen´ Stelvio gibt´s auch die `bessere´ NTX die mich am Balkan begleitet hat, die Unterschiede sind schnell aufgezählt. Erstens: meine war mattschwarz, die aktuelle glänzend Weiss, sehr elegant mit dem Exekutive-Bike-Anmutung-Bonus. Zweitens: Gussfelgen sattt Speichen, dazu dezitierte sportliche Strassenbereifung. Drittens: knapper geschnittene Scheibe und keine Handprotektoren auf der Weissen, auch die lustigen winzigen transparenten Spoilerchen seitlich vorne am Tank sind nicht da, mal sehen, ob das überhaupt einen Unterschied macht.
Obwohl mit den gleichen Fahrwerkskomponenten ausgestattet fühlt sich die etwas schlankere Weisse schon beim ersten Umlegen schärfer an, offensichtlich liefern die Räder mehr response, die geringere Elastizität der Reifen-Felgen-Kombi macht sich deutlicher bemerkbar, als man annehmen würde. Noch handlicher wirkt sie in der Stadt, auf der Autostrada läuft sie dafür unbeirrbar geradeaus, auch Windschattenwirbel bringen sie nicht so leicht zum tanzen wie die NTX mit ihrer grossen Scheibe.
Da trifft sich´s gut, dass der Walserberg sich gerade am Horizont auftürmt, na ja, Berg ist für den sanften Hügel vielleicht etwas übertrieben, aber als tektonische Grenzmarke zu den Bajuwaren reicht´s. Legaler High-Speed-Test also auf der BAB 8, scharf an den Nasen der Widerkäuer vorbei, die auf der Steigung gleich nach der Ausfahrt Reichenhall auch den letzten Halm am Strassenrand mit ihren langen muskulösen Zungen unter der Leitschiene herauszupfen. Dabei wedeln sie mit ihren Schwänzen, was die Stelvio überhaupt nicht tut, tatsächlich eignet sich die Stelvio in Zivil ganz hervorragend für den schnellen Einsatz noch besser als die NTX in Langstreckenreisemontur, dringend empfohlen für eilige Reiter, wenn sie in unmittelbarer Nähe einer deutschen Autobahnauffahrt wohnen, umso besser!

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