nicht auf sand gebaut, sondern von!

Na endlich! Jetzt kann die T-Max 535 mal zeigen, was in ihr steckt. Das Konzept des Grossrollers, welches Yamaha mit der XP 250 Majesty 1996 angetestet und 2001 mit der 500er etabliert hat, scheint ja mittlerweile auch so manchen echten Biker zu überzeugen.
Der inzwischen auf 535 Kubikcentimeter gewachsene Paralleltwin darf als ruhig als Mass aller Dinge im Sportrollersegment gelten, auch wenn Honda mit der Silverwing und Suzuki mit dem dicken Burgmann mehr Hubraum zu bieten haben, und Piaggio einen 800er mit Racing Genen, der unter wechselnden Markennamen aber eher ein Randgruppenprogramm darstellt.

Die T-Max hingegen ist nicht nur stark und zuverlässig wie ihre japanischen Cousinen, sondern lässt sich dank eines seriösen Sportfahrwerks auch rasant bewegen wie ein Italiener. Dazu bekommt man eine Karosserie, die, im Gegensatz zu Honda und Suzuki richtig gut ausschaut, schnittig und stylisch, weswegen das Gerät wohl auch zum Lieblingsfahrzeug der anspruchsvollen Pariser oder Mailänder Businesscruiser-Szene gehört. Da kann nur die Piaggio X-10 mithalten, der wahrscheinlich nur der Macho Appeal und sicher ein Zylinder zum grossen Glück und Starruhm abgehen.

T-Max also, King of the Boulevard, auch auf dem Highway -fast- ohne Gegner, nur im Kurvenrausch kommen Konzept bedingte Einschränkungen zum Vorschein. So eine Rollerkarosserie soll ja irgendwie doch noch praktisch sein, die Sitzbank das Auf- und Absteigen ohne hohes Bein gestatten, die Hose trocken und die Frisur korrekt ans Ziel bringen. Will man nun das volle Potenzial der Yamaha auskosten, und zwar auch am Stelvio, wünscht man sich ein paar Modifikationen hinsichtlich Sitzhaltung und Bewegungsfreiheit.

Das hat sich, wie man sieht, wohl auch Roland Sands gedacht, als die Yamaha Hatsudoki KK. mit dem Ersuchen an ihn herantrat, der T-Max die Wadeln fire zu richten. Das haben sie auch schon bei Markus Walz (nein, das ist nicht der Frisör, der heisst Udoo7!) versucht, der sich mit dem üblichen Umstylen zufrieden gegeben hat, und bei Ludovic Lazareth, der immerhin einen netten Kompressor und die dadurch dringend notwendige R6-Bremsanlage implantiert hat. Sands hingegen hat sich seiner Jugend auf dem Dirtbike erinnert, als erstes den ganzen unnötigen Plastikramsch abmontiert und die Begestigungspunkte weggeflext, und dem oft unangebrachten Motto Weniger sei Mehr Sinn gegeben. Erstaunlich, wie toll und dynamisch ein Roller ohne Karosserie ausschauen kann, man muss halt radikal an die sache herangehen. Dafür zeigt sie jetzt, was in ihr steckt, die T-Max, sowohl optisch als auch in Sachen Fahrspass, allein das Betrachten des Videos bereitet höllisches Vergnügen!

pics:©rolandsands.com

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